Schlagwort-Archive: Gefühle

Der letzte Tanz


„Manchmal sehe ich sie alle, weißt du das?“, riss sie ihn aus seinen Gedanken. Er wusste es nicht und quittierte die Frage darum mit einem „Hmm.“, und schwieg dann weiter.

„Ich meine Julie und Steve, Gustav und natürlich auch Ruth. Und all die anderen. Sie warten im Pavillon im Park auf uns.“ Sie schaute ihn über den Rand der Kaffeetasse ernst an. Ihre Augen waren für ihn wunderschön, auch wenn das Grau längst verwässert war. In seiner Kindheit hatten sie früher einen Reim: “Graue Augen- Straßendreck- werfen alle Jungen weg.“ Auf ihn traf das nicht zu. Der Glanz und die Stärke ihrer Augen hatten ihn zuallererst gefesselt. Ihr Blick war klar wie Tau an einem Frühlingsmorgen, manchmal auch silbern und tief wie der See im Herbst, kurz vor dem ersten Frost, wenn das Wasser ganz still war. Und genau so war sie auch. Vielschichtig und intelligent: eine Frau die ihn überraschte und herausforderte, auch heute noch. Der letzte Tanz weiterlesen

Advertisements

Seelen kennen keine Zeit


traumIch erwache aus einem Traum. Auch wenn die letzten Bilder schon verblassen, bleibt das Gefühl, dieses letzte Gefühl, bestehen. Die Verzweiflung, einem lieben Menschen weh zu tun, und doch Seelen kennen keine Zeit weiterlesen

Mein Märchen vom Greif


Korrekturseiten MärchenHeute gibt es keine Geschichte. Heute gibt es das letzte Foto. Es ist das letzte Foto der Seiten meines Märchens nach dem letzten Korrekturlesen.

Vor einiger Zeit hatte ich eine Ausschreibung gelesen. Und der Gedanke Mein Märchen vom Greif weiterlesen

Depressiv, oder einfach nur ein schlechter Tag?


Die Sonne scheint, es ist ein wunderschöner Tag. Sie sind gerade zurück von einem Besuch bei der Familie. Es war herrlich. Sie ist frisch Tante geworden, und durfte mit dem kleinen “Terrorkind” schmusen.

Es ist leicht, es als seltenes Privileg zu empfinden, das sie in der Zeit wirklich an nichts alltägliches dachte. Einfach nur da sein und geniessen dürfen. Ab und an ein Hauch einer Nachfrage: Schreiben? Neue Idee?

Gut, es gab zwei Träume, die vielleicht Potenzial gehabt hätten, aber ansonsten nix Neues. Und auch kein schlechtes Gewissen, das es so ist. Urlaub ohne Netz, nur ein paar Tage. Es war herrlich.

Wieder zu hause kann sie diesen freien Tag nicht geniessen. Sollte ich? Hätte ich? Müsste ich vielleicht noch? Und der Kaffee? Gott, der schmeckt so grauenvoll. Depressiv, oder einfach nur ein schlechter Tag? weiterlesen