Ich wollte schreiben, neue Geschichten in die Welt lassen, ihnen Raum und Leben geben.
Zum ersten Mal wollte ich gezielt konstruieren und das Gerüst mit Bildern füllen.

Es ist mir nicht gelungen.

Jetzt habe ich einen tollen Ort, lauter nette Charaktere…. na ja, fast, jede Generation braucht ihr Arschloch 😂
Aber immernoch kein Drama, dass diese Geschichte voran treibt.

Ich war so enttäuscht. So viel Recherche, so viel Umtrieb… für nix.
Und dann, gestern, unterwegs, da war ich mal wieder auf meiner Seite.
Schreiben bedeutet für mich so ein Kribbeln in den Fingern, eine Unruhe tief hinten im Kopf und immer wieder Bilder zur Geschichte vor Augen. Der Prozess vom ersten Absatz bis zur Auflösung am Ende elektrisiert mich auf ganz wunderbare Weise.
Beim Lesen meiner alten Geschichten kam die Erinnerung daran wieder hoch. Und meine Enttäuschung löste sich einfach auf. Weil die Gänsehaut einiger Geschichten immernoch funktioniert, weil ich das Echo immernoch in mir spüre.
Ich konnte die Geschichte jetzt nicht schreiben. Aber ich bin sicher, meinen Protas ihre Geschichte zu geben. Nur eben später. Wenn es wieder Kribbelt. Denn nur dann werden die Geschichten gut.