Archiv der Kategorie: Erfahrung

Warten


Aktuell stehe mal wieder vor einer Wand. Nix geht so, wie ich es möchte. Es braucht halt Zeit, und eigentlich weiss das ja auch… Wenn nur die Ungeduld nicht wäre.

Und dann schlag ich mein Ideenbuch auf, weil ich weiss, dass Warten wenn man wartet nur besser wird, wenn man was macht. Und sehe so viele tolle Dinge. Und plötzlich bin ich froh, Zeit zu haben.

#Leben, einfach ich

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Ja, es ist gerade Sommer draussen. Genau drum fand ich, passt der Satz so herrlich, har har har 😉
So langsam nimmt der neue Roman Formen an. Hier ein Satz daraus für euch:

 

Mit eisigen Fingern griff die Angst nach ihrem Gemüt, legte sich wie eine schwere Decke um ihre Schultern und erstickte die Hoffnung wie der späte Frost, der erste Keimlinge mit seinem Eishauch überzog und sie dann leblos dem ersten Sonnenstrahl überließ.

Familie


Vorsichtig betrat ich das Anwesen.
Familie so sagte man mir, das wäre ein Haus in dem Kinderlachen erklingt und ein Garten dazu, in dem sie lernen können, wie man wächst. Tief in meinem Inneren stiessen diese Worte auf ein Echo, ein Glocke, die lauter und lauten zu schlagen schien, je tiefer ich in diese Mauern eindrang.

Gefühlsfetzten flatterten durch meinen Bauch. Sie Familie weiterlesen

Die Vögel


Seine Blicke folgten den Vögeln, denn diese verhießen nichts Gutes. Es war ein Morgen, der ihm noch lange in Erinnerung bleiben sollte, weil er schon bei ihrem Anflug wusste, was ihm drohte. Die Formation war der eines Angriffsfluges sehr ähnlich. Es gab nur kleine Unterschiede, doch sie fielen ihm auf. Die Vögel weiterlesen

Wehret den Anfängen!


Ich bin Autorin.
Für mich ist das ein Ergebnis, das aus einem Trauma heraus entstanden ist. Unerwartet und doch eigentlich schon immer da.
Ich bin alt genug, um sagen zu können, das ich in der Schule noch Kalligraphie gelernt habe. Ich werde nie vergessen, wie erhabend ich es damals fand, diese Schönschrift auf Papier zu bringen.
Wenn ich heute so eine Feder sehe, fallen mir tolle Geschichten dazu ein. Und ich schreibe sie mit Freuden auf.
Angefangen hat es aber anders. Ich wollte mir eigentlich all mein Unvermögen, all den Ballast von der Seele schreiben, der mich klein hielt, der mich runter drückte und mir das Atmen, das Leben schwer machte. Ja, das soll tatsächlich helfen. Davon habe ich auch gehört. Was mir geholfen hat, war die Erkenntnis, dass dieses sich ständig darin suhlen, das immer wieder eintauchen in den ganzen Müll am Ende nichts bringt, als dass man sich genau so schei*** fühlt wie in dem Moment, als es passierte. Diese Einsicht lies mich Märchen schreiben, lustige Kurzgeschichten oder auch mal was gruseliges. Das machte Spass, das fühlte sich toll an und tut es heute immer noch. Ich habe eine Berufung gefunden.
Veränderungen sind oft nicht einfach. Aber wer sich ihnen stellt, sie als Möglichkeit betrachtet, hat meiner Meinung nach die besseren Option, auch langfristig. Nicht aus jeder Schei*** lässt sich Gold machen. Manchmal genügt es, ihr einfach ein Loch zu graben, dass tief genug ist.

Mein rotes Schmuckstück


Mein rotes Schmuckstück
Angelika Dyllong

Es ist Montagmorgen, und ich steige im Halbschlaf in mein Auto. Eigentlich will ich wie gewohnt zur Arbeit fahren. Das Wachwerden ist offiziell erst nach dem ersten Kaffee so gegen neun geplant.
Beim Einsteigen fällt mir auf, dass der Tank leer ist.
Nicht einfach im Sinne von „Oh, die Lampe ist gerade angegangen!“ – Leer. Es ist dieses „schaffe ich es noch bis zur nächsten Tankstelle?“ – Leer. Der Zeiger, der im roten Bereich der Skala ruht, macht keine Anstalten, sich auch nur einen Millimeter nach oben zu bewegen. Ich überlege, warum ich nicht getankt habe. Aber der Hamster, der das Rad antreiben sollte, damit mein Gehirn anfängt zu laufen, scheint ebenfalls noch nicht anwesend zu sein. Wo bin ich gewesen? Moment! Mein rotes Schmuckstück weiterlesen

Beginn oder Ende?


Was meint ihr?
Lust auf mehr?

 

Ein kleiner Picks und die Kanüle wird auf dem Handrücken eingeführt. Etwas kaltes kriecht ihren Arm hoch, greift nach ihrem Herzen und versetzt sie in Bewusstlosigkeit.

„Gestohlene Leben haben die Eigenart, sich immer wieder neue Meister zu suchen. Was ist der Alte schon wert, wenn es Beginn oder Ende? weiterlesen

Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.


Dies ist mein Beitrag zum 9+1-Schreibprojekt von Blaubeermuffins machen glücklich

Der aktuelle Satz lautet: Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.

 

Diesen Satz hat jeder schon mal gehört. Meistens wohl eher als Vorwurf. Darum habe ich mir etwas überlegt, und hoffe es gefällt euch.

… „Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.“

Leise schweben die mit Stolz geflüsterten Worte aus seinen Mund, schwingen sich langsam aus dem kraftlosen Körper und scheinen einfach in der Luft zu hängen und zu warten. Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen. weiterlesen