Archiv der Kategorie: Leben

Achtung, das ist nicht für jeden was ;)


Für alle, die keine Krabelviecher und Gefleuch mögen hier der Hinweis, dass es besser ist, folgendes nicht zu lesen 😀

Von Panik gepackt stürmen sie ins Gebäude. Im Treppenhaus wurden sie von herrlichen Wandtatoos empfangen. Grosse und kleine Blüten in den schönsten Farben rankten an den Wänden empor. Kleine in zarten Pastelltönen wechselten sich mit ab mit grösseren in kräftigem Rot oder Blau. Dazwischen immer wieder goldene und grüne Tupfer.

Das Bild war wunderschön anzusehen doch genauso schockierend. Bei näherem Hinsehen wurde klar, dass es sich um die Insekten aus dem Zug handelte. Die Blüten waren fliegenähnliche oder schmetterlingsähnliche Kreaturen mit Zähnen und Krallen. Das Gold und Grün waren Käfer mit Flügeln so scharf wie Rasiermesser. Wie ein Gemälde zogen sie sich durch das gesamte Haus. Im Gegensatz zu draussen waren sie hier jedoch starr. Achtung, das ist nicht für jeden was 😉 weiterlesen

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Splitter


Kennt ihr das? Da schwirren einem Worte durch den Kopf. Je langer je mehr spürt man die Geschichten, die dahinter entstehen können.
Hier ist so ein Satz:

„Manchmal scheint es, als würden wir uns nur von Hoffnung zu Hoffnung hangeln. Und die Zeit dazwischen verschwindet im tiefen Dunkel. Und an Tagen wie heute habe ich das Gefühl, der Bodensatz des Dunklen zu sein, verstehst du das?“

Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.


Dies ist mein Beitrag zum 9+1-Schreibprojekt von Blaubeermuffins machen glücklich

Der aktuelle Satz lautet: Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.

 

Diesen Satz hat jeder schon mal gehört. Meistens wohl eher als Vorwurf. Darum habe ich mir etwas überlegt, und hoffe es gefällt euch.

… „Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.“

Leise schweben die mit Stolz geflüsterten Worte aus seinen Mund, schwingen sich langsam aus dem kraftlosen Körper und scheinen einfach in der Luft zu hängen und zu warten. Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen. weiterlesen

Das Karma und die Fernbedienung (überarbeitet)


Einige Details sind in der Erstversion leider der Kürze zum Opfer gefallen.
Hier eine etwas längere und auch bösere Version, ich hoffe, der Unterhaltungswert ist gegeben. Was findet ihr?

Endlich Freitag. Christoph freute sich auf das bevorstehende Wochenende. Er wollte Zeit mit seinen Kumpels verbringen: Eine zünftige Männerrunde, wie früher. Sie hatten alle das gleiche Hobby: Modellbau. Und seine neueste Errungenschaft wartete darauf, vorgeführt zu werden. Ein roter Mustang im Maßstab 1:30. Der Motor war selbst gebaut und der Flitzer natürlich aufgemotzt.

 

Gut gelaunt bog er in die Einfahrt. Per Knopfdruck öffnete sich das Garagentor und Das Karma und die Fernbedienung (überarbeitet) weiterlesen

Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte einfach nicht


Der Spätsommer war unsere Zeit. Als ich dich traf, strahlte der September in seinen schönsten, letzten Tagen. Die warmen Stunden und deine leichte Kleidung waren verführerischer als jedes Aphrodisiakum. Oh, wie haben wir es genossen, liessen uns durch die Zeit treiben und nahmen nicht weniger als alles, dass wir uns geben konnten.

Bis der Winter kam. Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte einfach nicht. Kein Krimi, kein Thriller und kein Fantasieroman zeigte, welch Horror es ist, sich zu trennen. Nirgends stand, dass es so mühsam ist, alles in Teile zu stückeln.

Das nächste Mal werde ich statt der Säge vielleicht lieber eine schöne scharfe Axt nehmen.

 

Dies ist mein Beitrag zum 9+1-Schreibprojekt von Blaubeermuffins machen glücklich

Der aktuelle Satz lautet: Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte nicht.

Der letzte Tanz


„Manchmal sehe ich sie alle, weißt du das?“, riss sie ihn aus seinen Gedanken. Er wusste es nicht und quittierte die Frage darum mit einem „Hmm.“, und schwieg dann weiter.

„Ich meine Julie und Steve, Gustav und natürlich auch Ruth. Und all die anderen. Sie warten im Pavillon im Park auf uns.“ Sie schaute ihn über den Rand der Kaffeetasse ernst an. Ihre Augen waren für ihn wunderschön, auch wenn das Grau längst verwässert war. In seiner Kindheit hatten sie früher einen Reim: “Graue Augen- Straßendreck- werfen alle Jungen weg.“ Auf ihn traf das nicht zu. Der Glanz und die Stärke ihrer Augen hatten ihn zuallererst gefesselt. Ihr Blick war klar wie Tau an einem Frühlingsmorgen, manchmal auch silbern und tief wie der See im Herbst, kurz vor dem ersten Frost, wenn das Wasser ganz still war. Und genau so war sie auch. Vielschichtig und intelligent: eine Frau die ihn überraschte und herausforderte, auch heute noch. Der letzte Tanz weiterlesen