Archiv der Kategorie: Leben

Wehret den Anfängen!


Ich bin Autorin.
Für mich ist das ein Ergebnis, das aus einem Trauma heraus entstanden ist. Unerwartet und doch eigentlich schon immer da.
Ich bin alt genug, um sagen zu können, das ich in der Schule noch Kalligraphie gelernt habe. Ich werde nie vergessen, wie erhabend ich es damals fand, diese Schönschrift auf Papier zu bringen.
Wenn ich heute so eine Feder sehe, fallen mir tolle Geschichten dazu ein. Und ich schreibe sie mit Freuden auf.
Angefangen hat es aber anders. Ich wollte mir eigentlich all mein Unvermögen, all den Ballast von der Seele schreiben, der mich klein hielt, der mich runter drückte und mir das Atmen, das Leben schwer machte. Ja, das soll tatsächlich helfen. Davon habe ich auch gehört. Was mir geholfen hat, war die Erkenntnis, dass dieses sich ständig darin suhlen, das immer wieder eintauchen in den ganzen Müll am Ende nichts bringt, als dass man sich genau so schei*** fühlt wie in dem Moment, als es passierte. Diese Einsicht lies mich Märchen schreiben, lustige Kurzgeschichten oder auch mal was gruseliges. Das machte Spass, das fühlte sich toll an und tut es heute immer noch. Ich habe eine Berufung gefunden.
Veränderungen sind oft nicht einfach. Aber wer sich ihnen stellt, sie als Möglichkeit betrachtet, hat meiner Meinung nach die besseren Option, auch langfristig. Nicht aus jeder Schei*** lässt sich Gold machen. Manchmal genügt es, ihr einfach ein Loch zu graben, dass tief genug ist.

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Vorzimmerdrachen


„Nur weil ich schon etwas länger Single bin, heisst das nicht, dass ich jeden nehmen muss! Es bedeutet nur, das ich mir Zeit lasse. Ich bin Single, weil ich mich dazu entschieden habe, weil ich Ansprüche habe, weil ich einen Partner möchte, der mir ebenbürtig ist. Jemand mit Werten und Erziehung.

An alle „wenn ich hätte können hätte ich wollen dürfen“- Herren: NEIN!!!

Wer eine Barbie sucht ist bei mir definitiv falsch!

Sollte hier jedoch jemand sein, der sich qualifiziert fühlt, Drachen zu zähmen, dem kann ich sagen: das ist eine gute Basis und auf alle Fälle einen Pluspunkt meinerseits wert.

 

Nein, keine Angst, das ist kein Versuch, die mit den Herren abzurechnen. Es ist eine Idee für eine neue Geschichte. Ich sehe meine Protagonisten so genau vor mir, dass ich mir von Herzen wünsche, besser zeichnen zu können. Ich weiss bereits wer sie ist, ich kenne sie, obwohl ich weiss, dass ich sie während des Schreibens noch viel besser kennenlernen werde.
Ich frage mich ja schon, woher solche Ideen immer kommen. Vor allem, weil ich doch gerade an einem ganz anderen Projekt feile.
Trotzdem ist es ein tolles Gefühl, das mir Auftrieb gibt, und mich antreibt, mit dem „Alten“ endlich fertig zu werden.

die Saat


Ein älterer Beitrag, durch aktuelle Ereignisse wieder angestupst.
Wir tragen Verantwortung für unsere Entscheidungen. Manchmal nicht nur für unsere Person, für unsere Zukunft. Darum ist es wichtig, dass wir achtsam bleiben gegenüber dem, was man uns auferlegt.

 

Die Saat

Angelika Dyllong

 

Bis gestern war ich einer der geachtetsten Einwohner dieser Stadt. Ein wertvolles und anerkanntes Mitglied dieser Gesellschaft. Jetzt die Saat weiterlesen

Achtung, das ist nicht für jeden was ;)


Für alle, die keine Krabelviecher und Gefleuch mögen hier der Hinweis, dass es besser ist, folgendes nicht zu lesen 😀

Von Panik gepackt stürmen sie ins Gebäude. Im Treppenhaus wurden sie von herrlichen Wandtatoos empfangen. Grosse und kleine Blüten in den schönsten Farben rankten an den Wänden empor. Kleine in zarten Pastelltönen wechselten sich mit ab mit grösseren in kräftigem Rot oder Blau. Dazwischen immer wieder goldene und grüne Tupfer.

Das Bild war wunderschön anzusehen doch genauso schockierend. Bei näherem Hinsehen wurde klar, dass es sich um die Insekten aus dem Zug handelte. Die Blüten waren fliegenähnliche oder schmetterlingsähnliche Kreaturen mit Zähnen und Krallen. Das Gold und Grün waren Käfer mit Flügeln so scharf wie Rasiermesser. Wie ein Gemälde zogen sie sich durch das gesamte Haus. Im Gegensatz zu draussen waren sie hier jedoch starr. Achtung, das ist nicht für jeden was 😉 weiterlesen

Ich bin ein Boot


Ganz früher war ich mal ein Baum. Zuerst war ich nur ein Stengel mit wenigen Blättern dran, doch mit der Zeit wurde ich grösser und grösser. Mein Blätterdach wurde breiter und dichter und war bald so ausladend wie der Himmel. Mein Stamm wurde dicker und dicker und meine Äste wurden stark.

Dann eines Tages wurde ich gefällt und mein Holz Ich bin ein Boot weiterlesen

Splitter


Kennt ihr das? Da schwirren einem Worte durch den Kopf. Je langer je mehr spürt man die Geschichten, die dahinter entstehen können.
Hier ist so ein Satz:

„Manchmal scheint es, als würden wir uns nur von Hoffnung zu Hoffnung hangeln. Und die Zeit dazwischen verschwindet im tiefen Dunkel. Und an Tagen wie heute habe ich das Gefühl, der Bodensatz des Dunklen zu sein, verstehst du das?“

Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.


Dies ist mein Beitrag zum 9+1-Schreibprojekt von Blaubeermuffins machen glücklich

Der aktuelle Satz lautet: Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.

 

Diesen Satz hat jeder schon mal gehört. Meistens wohl eher als Vorwurf. Darum habe ich mir etwas überlegt, und hoffe es gefällt euch.

… „Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen.“

Leise schweben die mit Stolz geflüsterten Worte aus seinen Mund, schwingen sich langsam aus dem kraftlosen Körper und scheinen einfach in der Luft zu hängen und zu warten. Davon könnt ihr euch heute gar keine Vorstellung mehr machen. weiterlesen

Das Karma und die Fernbedienung (überarbeitet)


Einige Details sind in der Erstversion leider der Kürze zum Opfer gefallen.
Hier eine etwas längere und auch bösere Version, ich hoffe, der Unterhaltungswert ist gegeben. Was findet ihr?

Endlich Freitag. Christoph freute sich auf das bevorstehende Wochenende. Er wollte Zeit mit seinen Kumpels verbringen: Eine zünftige Männerrunde, wie früher. Sie hatten alle das gleiche Hobby: Modellbau. Und seine neueste Errungenschaft wartete darauf, vorgeführt zu werden. Ein roter Mustang im Maßstab 1:30. Der Motor war selbst gebaut und der Flitzer natürlich aufgemotzt.

 

Gut gelaunt bog er in die Einfahrt. Per Knopfdruck öffnete sich das Garagentor und Das Karma und die Fernbedienung (überarbeitet) weiterlesen