es geht los


Mit klammen Fingern habe ich die Leserunde auf Lovelybooks gestartet. Ob da überhaupt jemand mitmacht? Wir werden sehen.
Zusätzlich habe ich einen Aufruf bei den Bücherwürmern auf Facebook gestartet, und lose dort auch ein paar kostenlose Exemplare aus. Was das bringt? Werden wir sehen. Ich berichte davon.
Ich will ehrlich sein. Es gibt Momente, da wünsche ich mir, ein Verlag würde das Ganze machen. Es ist ja nicht nur das reinwuseln und immer wieder Geduld-haben-müssen. Es ist auch dieses: „Herrje, musste das wirklich sein? Willst du tatsächlich deinen Namen überall sehen?“- Gefühl. Dieser kleine Affe hinter dem Ohr, der alles besser aber nichts wirklich weiss. Und ein klein wenig bin ich überzeugt, dass er Grund für die Märchen war. Also, nicht nur. Aber in solchen Momenten etwas mehr als sonst, dessen bin ich sicher. In meinem Kopfkino geht der Teufel, der auf der Schulter steht und mich sonst plagt zu dem kleinen von Ast zu Ast schwingenden kleinen Hintern und hält ihm eine Standpauke, weil er seinen Job wohl nicht so toll gemacht hat 😉
Ha! Geschieht ihm recht! Wenn ich mir genug Zeit lasse, finde ich dazu noch die richtige Hexe oder Prinzessin, die beiden zeigt, wie es besser geht.
In diesem Sinne: schönes Wochenende euch allen



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Immer diese Versprechen


Versprechen kann man sich ja schon mal. Aber wer ein Versprechen gibt, der sollte es auch halten. Das habe ich zumindest so gelernt.
Und so machte ich mich aus Gründen  vor kurzem auf die Suche nach einem Lektor. Wie immer hatte ich dabei ein teures Händchen. Wobei- ich muss sagen- wer Qualität will darf hier nicht das Billigste annehmen. Von kopierten Arbeiten über Texte, deren Fehler sogar mir auffallen, war alles bei den Textproben dabei, die ich so erhielt. Einige boten ein Korrektorat, dass sich im Preis nicht vom Lektorat unterschied und eine Dame wollte fast 1000 Euro. ich kann sagen, es war eine kleine Odyssee, jemanden zu finden. Umso glücklicher bin ich darum mit meiner Wahl, auch wenn es Seiten um Seiten mit roten Markierungen bedeutet. Jetzt liegt es wieder an mir. 

Irgendwie, ganz tief drinnen, bin ich stolz. Etwas kleines, feines wächst. Und ich mit ihm. Jede Erfahrung macht mich reicher. Und ich freue mich, das alles mit euch teilen zu können.

Wer Fehler findet,


darf sie gern behalten.

Aber nicht in diesem Fall. Der Probedruck ist angekommen. Und was soll ich sagen? Es bedarf einiger Korrekturen.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, wusste ich nicht so recht, ob ich jetzt stolz sein sollte, oder besser nicht. Einerseits ist es ein neuer Weiterlesen Wer Fehler findet,

Wohin geht die Reise


Gestern war ein schrecklicher Tag. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Eigentlich war nur ein kleiner Teil davon nicht so, wie erwartet. Und doch hat es mich eine halbe Nacht gekostet. Ich hab lange gebraucht, runter zu kommen.

Dann wacht man mit so einem Wetter auf und weiss, Weiterlesen Wohin geht die Reise

Der Traum


Manchmal lese ich alte Sachen und weiss im ersten Moment nicht mehr, dass ich das wirklich geschrieben habe. Die meisten davon gehören dringend überarbeitet 😉

Ich hoffe, mein „Update“ gefällt euch. Bitte schreibt doch in die Kommentare, ob es mir gelungen ist.

Der Traum

Im Traum sehe ich kleine blaue Funken. Sie züngeln federleicht und tanzen an den Stellen, die er gerade noch berührt hat. Die Haut darunter glitzert als wäre sie mit abertausenden winzigen Strasssteinen überzogen und kribbelt dabei warm.

Im Traum versinke ich in seinen Augen, sehe all die Bilder, all die Erinnerungen, die er sieht, wie einen Film vor mir: Das verhaltene Lächeln an unserem ersten Treffen, der verschmitzte Blick nach dem ersten Kuss und die unendlich scheinende Nähe, nachdem wir uns geliebt hatten. Die Sicherheit, dass wir, dass unsere Gefühle füreinander endlos sind, dass wir für immer wir sind, tief verwobene Seelen, die im gleichen Rhythmus pulsieren.

Im Traum tanzen wir. Jedes Mal. Und es beginnt immer gleich.

Ich sehe mich Schritt für Schritt auf ihn zugehen. Mein zierlicher Fuss setzt zuerst zart mit den Zehen auf und rollt dann einer Ballerina gleich sanft ab. Er breitet die Arme aus, damit ich hineingleiten kann.

Mein linker Arm legt sich auf seinen rechten, als würde genau dorthin gehören, und nirgends anders. Seine Hand gleitet liebevoll unter meinen Arm, fängt ihn auf, als wäre er eine Feder, und legt sich sanft auf mein Schulterblatt. Sein Blick gleicht einem zarten Streicheln, er liebkost er meine Schultern, den Hals und dann mein Gesicht.

Diese Umarmung ist unsere Welt. Er schaut mir neckend in die Augen. Ein immer wiederkehrendes Ritual, unser Vorspiel auf dem Parkett und doch kann ich es kaum erwarten. Seine linke Hand fährt langsam an meinem rechten Arm nach unten. Da sind sie wieder, diese kleinen blauen Zungen. Meine Haut dürstet danach. Wie ein Schwamm das Wasser saugt sie sie auf und das Glitzern verstärkt sich, pulsiert und sendet sichtbare Wellen über jeden Zentimeter meines Körpers. Die Ausläufer werden schwächer, je weiter sie sich vom Ursprung entfernen.

Als seine Hand meine erreicht, nimmt er sie ganz leicht und führt sie nach oben. Es ist wie ein Startsignal und wir reagieren gleich. Die Füsse bewegen sich gleichzeitig zum Takt. Die Musik trägt uns durch den Moment und aus der Zeit. Ich lasse ihm die Führung, folge ihm leichtfüssig und wiege mich an ihm zur Melodie. Das hätte ich früher nie getan, aber im Traum ist das anders.

Er dreht mich immer wieder. Rechts herum, links herum, wie es ihm gefällt. Und dass es ihm gefällt, sehe ich genau. Es ist dieses zufriedene, glückliche Lächeln, das ich nie wieder vergessen will. Es berührt mich bis ins Innerste. Nach jeder Drehung suche ich seinen Blick. Nach jeder Drehung ist er da und ich fliege zurück in seine Arme. Wir tanzen im gleichen Takt während bunte Lichtkegel um unsere Beine streifen.

Dann nimmt er meinen rechten Arm, legt ihn mir auf den Rücken und ergreift meine Hand mit seiner Rechten. Das ist mein Lieblingsteil.

Unsere Schritte sind im Einklang. Ich warte auf sein Zeichen. Er spürt es genau. Die Spannung in der Hand auf dem Rücken erhöht sich mit jeder Strophe etwas mehr, sie tastet nach dem ersten Impuls, der die Erlösung bringt. Und er zögert es hinaus. Noch ein bisschen mehr. Doch dann geht es los. Meine Hüfte bekommt einen sanften Stoss für die Drehung während er meinen rechten Arm aus der Drehung heraus nach oben nimmt für eine weitere Drehung. Ich drehe mich zwei Mal um mich selbst, und dann noch einmal in entgegengesetzter Richtung. Ich schwebe, meine Umgebung verschwimmt und ich verliere fast das Gleichgewicht. Ich fühle mich wie eine Prinzessin die im Kreis der weit angereisten Nachbarn mit ihren Prinzen durch den Ballsaal gleitet. Dann der letzte Schwung um endlich wieder in seine Augen schauen zu können. Doch da ist nichts. Keine bunten Lichtkegel, keine liebevollen Augen und keine Hand die mich hält. Der Boden öffnet sich unter mir und reisst mich in ein nicht enden wollendes Loch. Die Dunkelheit ertränkt mich und raubt mir den Atem. Ich bin auf einen Schlag hell wach. Die Hand, die suchend in das Bett neben mir greift, findet nur Leere. Ich werde nie wieder mit ihm tanzen können und wünsche mir einen Augenblick die schmerzlose Schwärze zurück.

ungeliebte Einwanderer


Es ist jedes Jahr das selbe. Und es werden jedes Jahr mehr. Die Einwanderer mit ihrer schrecklichen Art, Einheimische zu vertreiben, sie zu eliminieren, sie auszurotten.

Während unser rotes Eichhörnchen Weiterlesen ungeliebte Einwanderer

Warten


Aktuell stehe mal wieder vor einer Wand. Nix geht so, wie ich es möchte. Es braucht halt Zeit, und eigentlich weiss das ja auch… Wenn nur die Ungeduld nicht wäre.

Und dann schlag ich mein Ideenbuch auf, weil ich weiss, dass Warten wenn man wartet nur besser wird, wenn man was macht. Und sehe so viele tolle Dinge. Und plötzlich bin ich froh, Zeit zu haben.

#Leben, einfach ich

Satzsplitter


Ja, es ist gerade Sommer draussen. Genau drum fand ich, passt der Satz so herrlich, har har har 😉

So langsam nimmt der neue Roman Formen an. Hier ein Satz daraus für euch:

Mit eisigen Fingern griff die Angst nach ihrem Gemüt, legte sich wie eine schwere Decke um ihre Schultern und erstickte die Hoffnung wie der späte Frost, der erste Keimlinge mit seinem Eishauch überzog und sie dann leblos dem ersten Sonnenstrahl überließ.