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Mein rotes Schmuckstück


Mein rotes Schmuckstück
Angelika Dyllong

Es ist Montagmorgen, und ich steige im Halbschlaf in mein Auto. Eigentlich will ich wie gewohnt zur Arbeit fahren. Das Wachwerden ist offiziell erst nach dem ersten Kaffee so gegen neun geplant.
Beim Einsteigen fällt mir auf, dass der Tank leer ist.
Nicht einfach im Sinne von „Oh, die Lampe ist gerade angegangen!“ – Leer. Es ist dieses „schaffe ich es noch bis zur nächsten Tankstelle?“ – Leer. Der Zeiger, der im roten Bereich der Skala ruht, macht keine Anstalten, sich auch nur einen Millimeter nach oben zu bewegen. Ich überlege, warum ich nicht getankt habe. Aber der Hamster, der das Rad antreiben sollte, damit mein Gehirn anfängt zu laufen, scheint ebenfalls noch nicht anwesend zu sein. Wo bin ich gewesen? Moment! Mein rotes Schmuckstück weiterlesen

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Achtung, das ist nicht für jeden was ;)


Für alle, die keine Krabelviecher und Gefleuch mögen hier der Hinweis, dass es besser ist, folgendes nicht zu lesen 😀

Von Panik gepackt stürmen sie ins Gebäude. Im Treppenhaus wurden sie von herrlichen Wandtatoos empfangen. Grosse und kleine Blüten in den schönsten Farben rankten an den Wänden empor. Kleine in zarten Pastelltönen wechselten sich mit ab mit grösseren in kräftigem Rot oder Blau. Dazwischen immer wieder goldene und grüne Tupfer.

Das Bild war wunderschön anzusehen doch genauso schockierend. Bei näherem Hinsehen wurde klar, dass es sich um die Insekten aus dem Zug handelte. Die Blüten waren fliegenähnliche oder schmetterlingsähnliche Kreaturen mit Zähnen und Krallen. Das Gold und Grün waren Käfer mit Flügeln so scharf wie Rasiermesser. Wie ein Gemälde zogen sie sich durch das gesamte Haus. Im Gegensatz zu draussen waren sie hier jedoch starr. Achtung, das ist nicht für jeden was 😉 weiterlesen

Splitter


Kennt ihr das? Da schwirren einem Worte durch den Kopf. Je langer je mehr spürt man die Geschichten, die dahinter entstehen können.
Hier ist so ein Satz:

„Manchmal scheint es, als würden wir uns nur von Hoffnung zu Hoffnung hangeln. Und die Zeit dazwischen verschwindet im tiefen Dunkel. Und an Tagen wie heute habe ich das Gefühl, der Bodensatz des Dunklen zu sein, verstehst du das?“

Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte einfach nicht


Der Spätsommer war unsere Zeit. Als ich dich traf, strahlte der September in seinen schönsten, letzten Tagen. Die warmen Stunden und deine leichte Kleidung waren verführerischer als jedes Aphrodisiakum. Oh, wie haben wir es genossen, liessen uns durch die Zeit treiben und nahmen nicht weniger als alles, dass wir uns geben konnten.

Bis der Winter kam. Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte einfach nicht. Kein Krimi, kein Thriller und kein Fantasieroman zeigte, welch Horror es ist, sich zu trennen. Nirgends stand, dass es so mühsam ist, alles in Teile zu stückeln.

Das nächste Mal werde ich statt der Säge vielleicht lieber eine schöne scharfe Axt nehmen.

 

Dies ist mein Beitrag zum 9+1-Schreibprojekt von Blaubeermuffins machen glücklich

Der aktuelle Satz lautet: Ich machte es, wie es in den Büchern stand, aber es funktionierte nicht.